Die Achse des Lichts

Turning Darkness Into Light

Das Schwert des Michael – St. Michael Linie

Seit Dezember 2017 hatte ich einige bemerkenswerte Begegnungen und Erlebnisse, die mich auf die Spur des Erzengel Michael brachten. Sie gipfelten darin, dass sich mein T-Shirt an einem Stand mit Opferkerzen in einer Michaelskapelle bei Bruchsal entzündete. Ich spürte nur eine große Wärme in meinem Unterbauch. Ein Freund, der mich begleitete, reagierte geistesgegenwärtig und erschlug die Flammen mit seinen bloßen Händen. Wie durch ein Wunder blieb mein Rücken bis auf eine Spur Ruß und eine leichte Rötung unversehrt. Eine Freundin meinte danach: „Das war das Flammenschwert des heiligen Michael.“

Die Deutung eines Traumes, auch wenn es nicht mein eigener war, führte mich schließlich zu einer Karte mit einer Linie quer durch Europa. Ein heiliger Schauer durchfuhr mich, als ich sie das erste Mal erblickte. Sieben Heiligtümer des Erzengel Michael, die durch eine gerade Linie verbunden waren:

Ich hatte das Gefühl, als ob alle Zellen meines Körpers in Schwingung versetzt worden waren. Schlagartig wusste ich, wohin mich meine nächste Reise führen sollte.

Die „Achse“ des St. Michael und des Apollon

Es dauerte nicht lange, bis ich mithilfe von Google herausgefunden hatte, dass auf dieser Linie weitere bedeutsame Heiligtümer zu finden sind.

Die Wiederentdeckung jener Linie in der Neuzeit geht zurück auf die französischen Brüder Jean und Lucien Richer. 1967 fand Jean Richer heraus, dass alle wichtigen Tempel des Apollon in Griechenland auf einer Linie liegen. Er veröffentlichte diese und andere Entdeckungen in einem Buch, das 1994 unter dem Titel Sacred Geography of the Ancient Greeks ins Englische übersetzt wurde.

Zehn Jahre später schrieb sein Bruder, Lucien Richer, in einem Zeitschriftenartikel über eine Verlängerung der von seinem Bruder entdeckten Linie in beide Richtungen, worauf weitere bedeutsame Kultstätten zu finden sind. Er nannte sie: Die ‚Achse‘ des St. Michael und des Apollon (Richer, Lucien: L‘ ‚Axe‘ de Saint Michel et d’Apollon. Étude de géographie sacrée. In: Atlantis: archéologie scientifique et traditionelle. 50e année. No 293, main-juin 1977. Topographie sacrée en occident).

Quelle: GateKeeper News, 18, 2001, S.15

Die auf der Achse residierenden christlichen Mönchsorden klammerten die Heiligtümer des Apollon aus und reduzierten die Linie auf „Das Schwert des Michael“. Michaeliskirchen, die nachweislich auf Kultstätten der Römer oder Griechen errichtet worden waren, wurden ignoriert, wie z.B. San Michele Arcangelo in Perugia. Auch verorteten sie das Ende der Achse nach Jerusalem und gaben ihr den Namen Jerusalemsweg.

Die Achse des Mithras

Bahnbrechend für die Erforschung der Achse ist das Buch The Axis of Mithras von Lukas Mandelbaum aus dem Jahr 2016, dessen Ergebnisse der Autor in einem gleichnamigen Blog-Beitrag zusammenfasst. Er vertritt die These, dass der Mithraismus, ein vom ersten bis zum dritten Jahrhundert im ganzen römischen Reich über Soldaten verbreiteter Mysterienkult, die ursprünglich von den Griechen begonnene Achse weiter nach West-Europa geführt hatte. Nach seiner Auffassung nahm der Mithraismus seinen Ursprung in Caesarea Maritima, einem von Herodes im Jahre 14 v. Chr. gegründeten Stadthafen, der nur wenige Kilometer südlich des Mount Carmel in Haifa angelegt worden war. Nachdem Kaiser Theodosius I 391 das Christentum zur Staatsreligion erklärt und die Ausübung paganer Religionen bei Todesstrafe verboten hatte, fanden der Mithraismus ebenso wie andere Mysterienkulte ein baldiges Ende. Mandelbaum hat eine Vielzahl von Indizien zusammengetragen, die seine These unterstützen, dass die katholische Kirche Mithras durch den Erzengel Michael ersetzte und die Mithräen auf der verlängerten Apollon-Achse mit michaelischen Kirchen und Klöster überbaute.

Die Achse des Lichts

Nachdem ich erfahren hatte, dass nicht nur das Christentum mit der Verehrung des Erzengel Michael und die Griechen mit Apollon und Artemis (entsprechend Diana bei den Römern), sondern weitere Religionen, wie der Mithraismus im Römischen Reich und auch das Judentum mit seinem Propheten Elijah, Spuren auf dieser Linie hinterlassen hatten, habe ich der Achse den Namen „Die Achse des Lichts“ gegeben.

Auf den ersten beiden Etappen fand ich heraus, dass an den Orten, die heute Michael gewidmet sind, immer auch die heilige Maria eine besondere Bedeutung hat. Und geht man weiter in die Vergangenheit zurück, so waren es oft Orte, die zunächst der Erdgöttin, später Maria und danach erst Michael gewidmet waren. Ebenso kommt ein Tempel des Apollon selten allein. In der Regel befindet sich ganz in der Nähe immer auch ein Tempel seiner Zwillingsschwester Artemis oder der Athene.

Heutzutage dominieren die männlichen Heiligen und Götter auf der Achse. In der Vergangenheit muss es aber eine Zeit gegeben haben, in der es eine Koexistenz von männlichen und weiblichen geistigen Wesenheiten gab. War dieses Nebeneinander nur der Ausdruck einer Übergangsphase vom Matriarchat zum Patriarchat? Oder waren die männlichen und weiblichen spirituellen Kräfte gar in Balance, bevor sie einen Kipppunkt erreichten?

Winkeltreue Navigation

Es ist der Verdienst von Lukas Mandelbaum, einige bemerkenswerte Eigenschaften der Achse in seinem Buch aufzuzeigen. So weist er nach, dass die heiligen Orte auf einer Loxodrome liegen. Nur in einer Mercator-Karte stellt sie sich als gerade Linie dar. Auf dem Globus verläuft sie (bis auf Sonderfälle) in einer Spirale von Pol zu Pol.

Loxodrome – Quelle: Wikimedia Commons

Eine Loxodrome ( von griechisch λοξός loxós: schief, schräg), auch Schiefläufige oder Rhumb Line genannt, ist ein Navigationskurs mit einem konstantem Winkel gegen Nord. Die winkeltreue Navigation über eine Loxodrome (Rhumb Line) spielt heute eine noch eine Rolle beim Segeln und war bereits in der Antike bekannt. Man navigierte auf diese Weise in der Seefahrt, aber auch bei langen Fußmärschen über Land.

Die Voraussetzung für eine winkeltreue Navigation ist die Bestimmung von Norden. Unsere Vorfahren hatten verstanden, dass die Sonne für eine Richtungsbestimmung nicht geeignet war. Die östliche und westliche Richtung, in der sie auf- bzw. untergeht, verändert sich im Laufe eines Jahres. Nur an zwei Tagen im Jahr, den Tagundnachtgleichen im Frühjahr und im Herbst, geht sie exakt im Osten auf und im Westen unter. Ihr täglicher Höchststand im Süden war ohne eine zuverlässige Zeitmessung nicht auszumachen, ihre Helligkeit verhinderte es, sie mit bloßem Auge zu beobachten und ihre Größe führte zu weiteren Ungenauigkeiten.

Ohne einen Kompass, blieb unseren Vorfahren nur die Möglichkeit, sich an den Sternen zu orientieren. Für eine Kursbestimmung mussten sie auf die Nacht warten. Dieses Bewusstsein ist verbunden mit einer tiefen Weisheit, die wir in der heutigen lichtdurchfluteten Zeit vergessen haben.

Mit unseren heute stets verfügbaren elektronischen Navigationshilfen entwickeln wir zunehmend eine planetare und kosmische Demenz. Wir verlernen nicht nur die Orientierung auf unserem Planeten, sondern auch seine Verortung im Kosmos. Den Sternenhimmel können wir heute nur noch an abgelegenen Orten in seiner Fülle beobachten. Und selbst dort werden die Sterne am nächtlichen Horizont anders als in der Vorzeit überstrahlt von den Lichtern entfernter Ansiedlungen und Städte.

Unsere Vorfahren konnten ihren Weg nur zuverlässig in der Dunkelheit bestimmen. Sie hatten auch begriffen, dass dies nicht nur für die Bestimmung eines Kurses über das Meer oder über Land galt. Wer sich selbst verloren hatte und Orientierung für sein Leben brauchte, musste sich seinen dunklen Seiten stellen, sich aus dem Alltag der menschlichen Gemeinschaft in die Natur zurückziehen oder in irgendeiner anderen Form ein Fasten auf sich nehmen.

Und so bestimmten sie ihren Kurs in der Dunkelheit. Auf der Nordhalbkugel wählten sie den Zirkumpolarstern, der dem nördlichen Himmelspols am nächsten lag, und fanden so die Richtung Norden. Auf der Südhalbkugel orientierte man sich am südlichen Himmelspol und an seinem nächsten Zirkumpolarstern, um die Richtung Süden zu finden.

Da aber die Erdachse nicht stabil im Weltraum liegt, sondern eine sehr langsame Kreiselbewegung mit einer Periode von 25.700 Jahren durchläuft, wurden im Laufe der Jahrtausende unterschiedliche Zirkumpolarsterne zur Bestimmung des Himmelspols gewählt. Heutzutage können wir uns auf der Nordhalbkugel am Polarstern (Stella Polaris) orientieren, der sehr nahe um den nördlichen Himmelspol kreist, und damit die Richtung Norden vorgibt.

Hatten unsere Vorfahren den nördlichen (bzw. südlichen) Himmelspol bestimmt – vorausgesetzt die Nacht war sternenklar – dann mussten sie die gefundene Richtung vom Himmel auf den Horizont projizieren. Und so machten sie ihre Messungen entweder kurz vor Sonnenaufgang oder kurz nach Sonnenuntergang, solange Polarstern und Horizont noch gleichzeitig sichtbar waren. Der Kurs ergab sich schließlich durch die Drehung der Nord-Richtung um einen festgelegten Winkel.

Der spezielle Kurs über die „Achse des Lichts“ basiert auf einem Navigations-Winkel, der besonders einfach herstellt werden kann, einem Winkel von 60 Grad, der sich aus der Konstruktion eines gleichseitigen Dreiecks ergibt.

Der Kurs der Seele

Doch die so beschriebene Achse hat noch eine weitere bemerkenswerte Eigenschaft.  Von einem Ort auf dieser Linie kann man den weiteren Verlauf bestimmen, wenn man am Tag der Sommersonnenwende in die Richtung des Sonnenuntergangs und am Tag der Wintersonnenwende in die Richtung des Sonnenaufgangs blickt:

Quelle: sonnenverlauf.de

Der dadurch vorgegebene Kurs spielte eine wichtige Rolle in der platonischen Lehre von der Reise der Seele durch den Kosmos.

Als ursprüngliche Heimat der Seele wurde der Fixstern-Himmel angenommen. Ihre Reise von dort zur Erde führte sie durch die Bahnen der sieben Planeten, welche die individuelle Seele mit ihren jeweiligen planetaren Tugenden und Hauptsünden in unterschiedlichem Maße ausstatteten. Saturn prägte die Seele mit Weisheit und Völlerei, Jupiter mit Gerechtigkeit und Neid, Mars mit Tapferkeit und Jähzorn, Sonne mit Glauben und Hochmut, Venus mit Mäßigung und Wollust, Merkur mit Nächstenliebe und Habgier, Mond mit Hoffnung und Faulheit.

Auf der Erde angekommen nahm die Seele einen Leib an, war nun allen menschlichen Empfindungen ausgesetzt und musste sich mit ihren angeborenen hellen und dunklen Seiten bewähren. Nach dem Tod ihres Leibes strebte die Seele wieder zurück zum Fixstern-Himmel. Dabei passierte sie erneut die Planeten und wurde daraufhin geprüft, wie sie ihre übertragenen Tugenden und Hauptsünden lebte, und ob ihre guten Seiten ihre schlechten überwogen hatten. Bestand die Seele diese Prüfung, so war sie wieder frei und konnte ihren ursprünglichen Ort im Fixstern-Himmel einnehmen. Scheiterte sie in dieser Prüfung, musste sie wieder zurück auf die Erde und einen neuen Leib annehmen.

Porphyrios (233-305), ein Philosoph und Kommentator antiker Schriften, beschrieb zwei kosmische Tore, das Tor des Lebens, durch das der Hinweg der Seele zur Erde führte, und das Tor des Todes, durch das der Rückweg der Seele zum Fixstern-Himmel führte. Auf ihrem Weg zur Erde trat sie aus einem Tor, das sich am nördlichsten Punkt der Ekliptik, der Sommersonnenwende, befand. Das Tor, das zurück in den Sternenhimmel führte, befand sich am südlichsten Punkt der Ekliptik, der Wintersonnenwende.

Die „Achse des Lichts“ beschreibt in diesem Sinne den Kurs der Seele, über den sie mit der Geburt ihres Leibes auf der Erde landet und nach seinem Tode wieder in den Himmel aufsteigt.

Die Aktualität von Michael und Apollon

Michael und Apollon sind geistige Wesenheiten, die ihre Kraft dem Leben gewidmet haben. Sie sind bedingungslose Schützer des Lebens und des Überlebens. Wenn wir von Kräften angegriffen werden, die unser Leben bedrohen, stehen sie uns zur Seite, sofern wir sie darum bitten. Wenn etwas in unseren Körper, unser Gefühl oder in unseren Geist eingedrungen ist, das nicht zu uns gehört und unsere Integrität zu zerstören sucht, helfen sie uns, das von uns Besitznehmende in göttliches Licht zu transformieren, zu integrieren oder aus unserem Feld zu lösen. Das Flammenschwert des Michael und der Pfeil des Apollon sind Symbole für die Strahlen dieses göttlichen Lichtes. Wenn das mit uns geschieht, dann können wir eine Licht in uns wahrnehmen oder eine Wärme in unserem Körper spüren. Wir wissen dann: „Das Flammenschwert des Michael oder der Pfeil des Apollon hat uns durchdrungen!“

In der Offenbarung 12 schützt der Erzengel Michael (Wer ist wie Gott?!) eine Gebärende und ihr Kind, die von einem Drachen angegriffen werden, der beide töten will, und sichert so ihr Überleben. Der heilige Michael war Schutzpatron des Heiligen Römischen Reiches und später auch von Frankreich und Deutschland. Er soll in bedeutende Schlachten eingegriffen haben, in denen es um die Befreiung von fremden Besatzungsmächten ging.

In der griechischen Mythologie verfolgt und tötet Apollon, griechischer Gott des Lichts, im Alter von vier Tagen einen Drachen, der vergeblich von der eifersüchtigen Hera darauf angesetzt war, ihn und seine Zwillingsschwester Artemis sowie ihre Mutter Leto, noch vor der Niederkunft zu töten.

In den vergangenen Jahren haben sich in großen und kleine Nationen politische und wirtschaftliche Führungsschichten etablieren können, die ihren Machterhalt um jeden Preis zu sichern suchen. Um die öffentliche Meinung zu steuern, ist ihnen jedes Mittel recht, sei es durch die Unterdrückung freier Meinungen, durch eine totale Überwachung oder durch eine mediale Verdummung und Verwirrung der Gesellschaft. Anstatt sich der Klimakrise zu stellen, wird sie von verantwortungslosen Führern weiter geleugnet und vorangetrieben. Anstatt unser brennendes Haus zu löschen, schütten sie Kohle und gießen weiter Öl ins Feuer, getrieben von Egomanie und der Profitgier einer fossilen Industrie. Anstatt den Artenreichtum und die kulturelle Vielfalt des Lebens zu bewahren und zu schützen, treiben sie den tödlichen Kurs weiter voran.

Doch in dieser unheilvollen dunklen Entwicklung erwachsen auch lichtvollen Kräfte. Laotse hatte diese Erkenntnis in dem Satz zusammengefasst: „Wo viel Schatten ist, muss viel Licht verborgen sein.

Michaelische Heldinnen der Leinwand

Und so sind den vergangenen Jahren zunehmend geistige Wesenheiten in Erscheinung getreten, die wie Michael und Apollon für das Leben kämpfen. Zunächst erschienen sie als junge weibliche Heldinnen in Kinofilmen.

Diese Serie wurde eröffnet mit Wiederverfilmungen der Lebensgeschichte von Jeanne d’Arc, die historisch belegt ist. Bereits im Alter von 13 Jahren hatte sie ihre ersten Visionen und hörte Stimmen von Heiligen. Der Erzengel rief ihr zu: „Ich bin Michael, der Schutzherr Frankreichs. Erhebe dich und eile dem französischen König zu Hilfe.“ Mit 16 Jahren verließ sie ihr Elternhaus und führte bereits ein Jahr später die Truppen in Orléans siegreich aus der Belagerung durch die Engländer. Als sie ihrem König unbequem wurde, landete sie als Hexe auf dem Scheiterhaufen und wurde 500 Jahre später vom Papst heiliggesprochen.

Szenenbild aus: Johanna von Orleans (Luc Besson, 1999)
Johanna von Orleans (Luc Besson, 1999)

„Wer bist du, dass du meinst, den Unterschied zwischen Gut und Böse erkennen zu können?“
„Ich bin nur die Botin.“

aus: Johanna von Orleans (Luc Besson)
Star Wars Episode 9: Der Aufstieg Skywalkers (Trailer 2019)

Michaelische Aktivistinnen

Schließlich manifestierten sich diese michaelischen geistigen Wesenheiten in jungen Frauen, Aktivistinnen für das Überleben der Menschheit in einer durch Klimawandel, Waffen und soziale Ungleichheit und Ungerechtigkeit existentiell bedrohten Welt. Die bekannteste von ihnen, Greta Thunberg (geb. 3. Januar 2003), trat im jugendlichen Alter von 15 Jahren in die Weltöffentlichkeit. Mit ihrem Handeln und ihren Reden, die in ihrer Schärfe und Klarheit dem Schwert des Michael und den Pfeilen des Apollon entsprechen, löste sie eine Jugend-Bewegung aus, die gerade erst begonnen hat.

Greta Thunberg (vor den Vereinten Nationen am 23. September 2019)

Genau hier, genau jetzt, ziehen wir die Grenze.
Die Welt erwacht.
Und die Veränderung kommt,
ob es euch gefällt oder nicht.

Greta Thunberg (Übersetzung: Rolf Krane)

Stellvertretend für die zahlreichen jungen AktivistInnen, die aus dem gleichen Geist wie Greta Thunberg sprechen und handeln, seien hier vorgestellt:

Michaelische Pandemien

In der Vergangenheit wurde Michael oft in Zeiten von Seuchen angerufen. Im April 2020 zogen Priester mit dem Schwert aus der Michaelstatue des Santuario San Michele durch Monte Sant’Angelo, einem Ort auf der Achse. Sie beteten um Michaels Fürsprache, Gott möge nicht nur ihre Stadt, sondern den ganzen Gargano, ganz Italien und die ganze Welt, vor dem Corona-Virus schützen. Das letzte Mal hatte man diese Zeremonie während der Pest im Jahr 1656 durchgeführt.

Hoffnung säen mit dem Schwert des heiligen Michael
Santuario San Michele in Monte Sant’Angelo, April 2020

Als Gott der Mäßigung und Unterstützer von Troja brachte Apollon mit seinen Pfeilen eine Seuche ins griechische Lager, da die Griechen Chryseïs, die Tochter eines Apollonpriesters, versklavt hatten. Apollon war es auch, der den Pfeil in Achilles Sehne lenkte und damit seinem Hochmut ein Ende setzte.

Der Corona-Virus, in seiner Form wie das Schwert des Michael oder die Pfeile des Apollon ein michaelisches Sinnbild der göttlichen Sonne und ihrer Strahlen, mag eine Botschaft jener geistigen Kräfte sein, die uns Menschen eine letzte Warnung geben möchten, dass nicht wir die Krone der Schöpfung sind.

Meine Reise auf der Achse des Lichts

Was können wir heute für unseren Kampf um das Überleben der Menschheit vom Erzengel Michael und vom griechischen Gott Apollon lernen? Und wie können uns diese und verwandte geistige Wesenheiten in unserem Überlebenskampf unterstützen? Mit diesen Fragen startete ich im Herbst 2019 eine Heilreise in drei Etappen auf der Achse des Lichts:

  • Erste Etappe (August 2019)
    Von Skellig Michael bis Le Mans (Irland, England und Frankreich)
  • Zweite Etappe (Oktober 2019)
    Von Piemont bis nach Rhodos (Italien und Griechenland)
  • Dritte Etappe (zurückgestellt wegen Corona-Krise und Bürgerkrieg)
    Mount Carmel (Israel)

Ausgangspunkt meiner Reise war Dublin, wo ich einen Blick in das Book of Kells werfen durfte. Die einzigartige illustrierte Handschrift aus der dunklen Zeit des Frühmittelalters überlebte die Zerstörungswut der Wikinger. Den Titel der Ausstellung Turning Darkness Into Light habe ich als Motto für meine Reise übernommen.

Überwiegend bin ich mit der Bahn und mit Fähren gereist. Auf den ersten beiden Etappen bin ich lediglich drei Strecken geflogen. Mit Bussen, Taxis und Mietwagen vor Ort bin ich nur in Ausnahmefällen gefahren. Im Schnitt habe ich auf den ersten beiden Etappen täglich 8,5 Kilometer zu Fuß zurückgelegt.

An den heiligen Orten und in ihren Umgebungen halte ich mich jeweils einige Tage auf, um zu beten und zu meditieren. Ich mache Fotos, sammele Informationen, recherchiere und mache Notizen.

Vollständiger Reiseplan

Reiseorte in Youtube-Kanal

Foto-Reportagen

Bisher besuchte Stationen

Skellig Michael (Irland, Kerry)
St Michael’s Mount (England, Cornwall)
Mont Saint Michel (Frankreich, Btretagne)
La Tour Saint-Michel (Frankreich, Le Mans)
Sacra di San Michele (Italien, Piemont)
San Michele Arcangelo (Italien, Perugia)
Basilica Santuario San Michele (Italien, Monte Sant’Angelo)
Turm bei Sonnenuntergang
Basilica Santuario San Michele (Italien, Monte Sant’Angelo)
Grotte
Kardaki Tempel (Griechenland, Korfu)
Heraeum mit Apollon-Funden (Griechenland, Korfu)
Apollon Tempel (Griechenland, Delphi)
Telesterion (Griechenland, Eleusis)
Ende der Heiligen Straße (Griechenland, Eleusis)
Eleusinion – zerstört im Vordergrund (Griechenland, Athen, Agora)
Beginn der Heiligen Straße
Heilige Straße mit Heiligem Tor (zerstört, links im Vordergrund, Blick stadtauswärts) und Eridanos Flusstor (rechts im Vordergrund)
(Griechenland, Athen, Kerameikos)
Heilige Straße (links im Vordergrund, Blick stadtauswärts)
(Griechenland, Athen, Kerameikos)
Apollon Brunnenorakel (Griechenland, Athen, Kerameikos)
(Brunnenschacht unter dem Holzbrett)
Tempel des Apollon Patroos (zerstört, rechts im Vordergrund)
Tempel des Hephaistos(im Hintergrund)
(Griechenland, Athen, Agora)
Löwenterrasse (Griechenland, Delos)
Apollon Tempel (Fundament in Bildmitte)
(Griechenland, Delos)
Michaelkloster Panormitis (Griechenland, Symi)
Michaelkloster Roukouniotis (Griechenland, Symi)
Tempel des Pythischen Apollon (Griechenland, Rhodos, Akropolis)
Apollon Tempel (Griechenland, Rhodos, Ancient Kameiros)
Michaelkloster Thari Moni (Griechenland, Rhodos)
Grotte des Erzengel Michael (Griechenland, Rhodos)

Noch geplante Stationen

Die für Mai 2020 geplante Reise nach Israel musste Corona bedingt ausfallen. Die vierzehntägige Rundreise über fünf Standorte, Tel Aviv – Jaffa, Acre, Nazareth, Ein Gedi und Jerusalem wird erst dann nachgeholt werden können, wenn keine Gefahr mehr durch die Pandemie besteht und sich die Situation nach dem Bürgerkrieg zwischen Israelis und Palästinensern wieder beruhigt hat.

Weiterführung der Achse

Offen bleibt die Frage, ob die Achse beschränkt ist auf den bisher betrachteten Abschnitt von Irland bis Israel. Verlängert man sie weiter nach Nordwesten, dann führt sie bis nach Grönland. Mandelbaum weist darauf hin, dass man an der Südwestspitze frühe Ansiedlungen der Wikinger unweit des Achsverlaufs gefunden hat.

Was ist mit der Verlängerung nach Südosten? Findet man möglicherweise auch heilige Orte am südlichen Rande des antiken Großreichs der Perser, die den Mithraismus mit geprägt haben sollen? Erstaunlicherweise verläuft die Achse durch Madurai in Südindien, eine der ältesten Städte Südasiens, und weiter über die Adam’s Bridge, eine Kette von Sandbänken, Korallenriffen und Inseln, bis nach Sri Lanka. Bob Forrest, ein pensionierter Mathematiklehrer, weist auf seiner Webseite darauf hin, dass sie in Sri Lanka den Gipfel des Adam’s Peak, des höchsten Bergs auf der Insel und eine bedeutende Pilgerstätte für Buddhisten, Hindus, Muslime und Christen nur um etwa 70 Kilometer verfehlt. Danach verläuft sie weiter durch West-Sumatra sowie Java und endet schließlich in Australien.

Engel – Die kosmische Intelligenz

Rupert Sheldrake und Matthew Fox schreiben am Ende Ihres Dialoges aus dem Jahr 1996, den sie in ihrem Buch Engel – Die kosmische Intelligenz veröffentlicht haben:

Der Kampf um Gerechtigkeit ist also ein Weg, der unser Herz öffnet und die Engel eintreten lässt. Dieser Kampf, ganz sicher auch der um ökologische Zukunft, wird noch zu unseren Lebzeiten sehr viel heftiger werden. Und es ist nötig, dass wir diese Kämpfe als echte Rituale begreifen. Und an guten und echten Ritualen nehmen die Engel teil.

Matthew Fox (aus: Engel – Die Kosmische Intelligenz, S. 299)

Das sind aufregende Aussichten: Der Kampf um Gerechtigkeit und um ein neues Verhältnis zu unserer Umwelt findet im Bunde mit den Engeln und mit ihrer Hilfe statt. Das gibt ihm eine größere Dimension. Das ist ein stark Kraft spendender Gedanke, weil wir sonst nur als eine Hand voll Menschen erscheinen, die gegen gewaltige etablierte Interessen und wirtschaftliche und politische Mächte kämpfen. Wir werden alle Hilfe brauchen, die wir bekommen können.“

Rupert Sheldrake (aus: Engel – Die Kosmische Intelligenz, S. 299)

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